Zivilcourage

Was ist Zivilcourage?

Zivilcourage bedeutet zunächst Bürgersinn. Es geht darum, dass und wie man sich gegenseitig wahrnimmt und mit Anstand begegnet. Zivilcourage beginnt im Kleinen, indem man Betagten ins Tram hilft, Touristen Orientierungshilfe bietet, aber auch Kindern sagt, sie sollen im Tram die Füsse vom Sitz nehmen.

Zivilcourage ist zugleich das Aushandeln der Art und Weise des Zusammenlebens innerhalb der Gesellschaft. Im Zentrum von Zivilcourage stehen Respekt, Fairness und Gerechtigkeit und das Engagement für eine offene und tolerante Gemeinschaft.

Verantwortung übernehmen

Eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft erfordert die Übernahme von Verantwortung für den Gemeinsinn und die Bereitschaft, Herausforderungen auch unter Zurückstellung des Eigeninteresses anzugehen. Denn eine Gesellschaft ist nur so frei, wie sie auch bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Probleme nicht einfach an die Polizei oder den Staat zu delegieren. Zivilcourage ist entscheidend für das Zusammenleben der Gesellschaft und den Umgang miteinander, gerade auch im öffentlichen Raum.

Zusammenleben im öffentlichen Raum

Ein Konsens über das Zusammenleben im öffentlichen Raum und das Verständnis dafür, dass jeder und jede Verantwortung übernimmt, schafft ein Gefühl der Sicherheit. Sichere öffentliche Räume, in denen die Nutzenden sich mit Anstand, Respekt und Toleranz begegnen, und in denen man auf die Unterstützung der Mitmenschen rechnen kann, tragen zu unser allem Wohlbefinden bei und wirken sich positive auf die Lebensqualität aus. Lebensqualität und Sicherheit sind entscheidende Faktoren für die individuelle Zufriedenheit, aber auch im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte und Standortattraktivität.

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Ausstellung Zivilcourage - wenn nicht ich, wer dann?

Situationen, in denen Zivilcourage nötig ist, treffen uns ohne Ankündigung. Die Ausstellung „Zivilcourage – wenn nicht ich, wer dann?“ greift die Frage auf, wie verantwortungsvolles gesellschaftliches Zusammenleben funktionieren kann.

Ein interaktives Spiel konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit sieben Situationen, die Zivilcourage erfordern. Mit ihren Entscheidungen beeinflussen die Spielenden den weiteren Verlauf der Ereignisse.

Die von der Stadt Zürich erarbeitete Ausstellung wird in Kooperation der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt, der Prävention der Kantonspolizei Basel-Stadt sowie des Historischen Museums Basel gezeigt. Die Ausstellung wurde von der Stadt Zürich entwickelt und durch den Kurator Urs Baumann und die Ludic GmbH erarbeitet.

Zu sehen ist die Ausstellung zwischen dem 11.09.2015 und 31.01.2016 im Sonderausstellungssaal des Museum für Geschichte (Barfüsserkirche).

Sonderausstellung Zivilcourage im Historischen Museum Basel

Begleitprogramm Ausstellung Zivilcourage

Interaktive Plattform zum Thema Zivilcourage

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