Verdichtung

Blick vom Bruderholzrain auf das Gundeli Quartier

Warum Verdichtung?

Verdichtung heisst das Schlagwort, unter welchem die 2014 erfolgte Revision des Raumplanungsgesetzes in der Schweiz gestanden hat. Der Flächenverbrauch soll reduziert und die Zersiedelung gebremst werden. Denn die Siedlungsflächen dehnten sich schweizweit zwischen 1985 und 2009 um 23,4 Prozent aus, was vor allem auf die Zunahme des Wohnflächenverbrauchs in Kombination mit einer geringen baulichen Dichte zurückzuführen ist. Der Konsum von Wohnfläche stieg seit 1980 im Schweizer Durchschnitt von 34m2 auf heute 45m2 an. Verdichtung weckt viele Hoffnungen und die Notwendigkeit für ein Zusammenrücken ist erkannt, doch bestehen auch Ängste vor einem Verlust von Lebensqualität. So wurde in der Öffentlichkeit immer wieder der Begriff „Dichtestress“ diskutiert und auch mit dem Bevölkerungswachstum in Bezug gesetzt.

Was bedeutet Verdichtung?

Zum wesentlichen Teil geht es um bauliche Verdichtung: Flächensparend dort bauen, wo der Boden bereits erschlossen ist. Eine hohe Dichte erreicht man aber nur dann, wenn auch die Belegungsdichte hoch und damit der Wohnflächenkonsum pro Kopf verhältnismässig niedrig ist. Dichte beinhaltet aber noch mehr. Eine hohe Dichte kann die Funktions- und Nutzungsvielfalt vor Ort stärken und einen wichtigen Beitrag zur "Stadt der kurzen Wege" und für eine nachhaltigen Entwicklung leisten. Verdichtung kann somit zu einem lebenswerten urbanen Umfeld beitragen.

Das Grundlagenpapier „Was ist eigentlich Verdichtung?“ präsentiert im Sinne einer Auslegeordnung Fakten, Hintergründe und eine Definition von Verdichtung.

Grundlagenpapier „Was ist eigentlich Verdichtung?“ (PDF, 1.08 MB)